Betrügerische E-Mails, Fake-SMS, gefälschte Internetseiten – viele Verbraucher sind bereits sogenannten Phishing-Angriffen begegnet. In jüngster Zeit taucht eine andere, bereits bekannte Betrugsmasche wieder auf das Brief-Phishing. Woran erkennt man die gefälschten Briefe?
Mit Hilfe künstlicher Intelligenz und professionellen Gestaltungsprogrammen können Betrüger Logos von Unternehmen, Schriftarten, Formulierungen und Layouts sehr überzeugend nachahmen. Die erstellten Briefe wirken auf den ersten Blickt authentisch. Sie erwecken den Eindruck, von einer Bank oder einem anderen vertrauenswürdigen Unternehmen zu stammen. Die täuschend echt aussehenden Schreiben landen dann per Briefpost in Ihrem Briefkasten. Die Briefe unterscheiden sich kaum von echter Bankpost, warnt der deutsche Bankenverband (BdB).
So gehen die Betrüger vor
Ziel der Briefe sei es, Empfängerinnen und Empfänger zu einer Handlung zu verleiten: Sie sollen persönliche Daten preisgeben, eine betrügerische Telefonnummer anrufen oder andere sicherheitsrelevante Aktionen ausführen. Häufig werden die Empfänger aufgefordert:
- einen QR-Code zu scannen, um ihre Daten zu bestätigen,
- ihre Zugangsdaten zu aktualisieren,
- neue AGB oder Sicherheitsbedingungen zu akzeptieren,
- sich wegen eines angeblich ablaufenden Kontos, Sicherheitsverfahrens oder einer dringenden Sperre telefonisch zu melden.
Keine Telefonnummer anrufen!
Besonders gefährlich: Manche Briefe enthalten eine Telefonnummer. Am Telefon meldet sich dann angeblich eine Bankmitarbeiterin oder ein Bankmitarbeiter. Tatsächlich landen Anrufer jedoch bei den Betrügern. Mit dieser Masche versuchen sie, vertrauliche Daten oder die Freigaben für Überweisungen zu erhalten. Greifen Sie deshalb besser nicht zum Hörer!
So schützen Sie sich
Teilen Sie PINs, TANs oder persönliche Zugangsdaten niemals mit Dritten. Ihre Bank fragt diese Daten nicht ab. Scannen Sie keine QR-Codes aus unerwarteten Schreiben. Dahinter kann sich eine täuschend echt wirkende Betrugsseite verbergen. Kontaktieren Sie im Zweifel ihre Bank, bevor Sie reagieren. Nutzen Sie ausschließlich die offiziellen Kontaktwege Ihrer Bank. Verwenden Sie die Telefonnummer von der offiziellen Website oder aus der Banking-App, nicht aus unerwarteten Brief-Schreiben. Prüfen Sie den Inhalt kritisch. Zeitdruck, Drohungen oder die Aufforderung, sofort zu handeln, sind typische Warnsignale für Betrugsversuche.