Der Hype um die SpaceX-Aktie ist groß, viele Aktienkäufer hoffen auf hohe Kursgewinne. Doch begehrte Aktien bergen auch Risiken, wie der Absturz der Wirecard-Aktie anschaulich zeigte. Um Gefahren zu senken, sollte man Börseninvestments breit streuen. Doch wie viele Aktien sind sinnvoll?
An der Börse gilt eine eiserne Regel: Setze nie alles auf eine Karte! Denn wer sein Anlagekapital in nur eine Aktie investiert, kann schnell Schiffbruch erleiden. Besser, weil sicherer, ist es, sein Geld zu streuen. Doch auf wie viele Wertpapiere sollte man sein Geld verteilen?
Das richtige Maß an Diversifikation
Fünf, zehn oder zwanzig Aktien - es gilt das richtige Maß an Diversifikation zu finden. Die meisten Börsenexperten halten weniger als zehn Aktien für zu riskant, denn dadurch steigt das sogenannte Klumpenrisiko. Das bedeutet, dass Verluste einzelner Unternehmen stark auf das Gesamtdepot durchschlagen können. Andererseits sollte man auch nicht über das Ziel hinausschießen. 40 oder 50 Aktien verursachen hohe Kosten, verwässern die Rendite und machen eine gründliche Überwachung aller Unternehmen schwierig.
Richtwert 15 bis 30 Aktien
Finanzexperten empfehlen 15 bis 30 Aktien für ein gut diversifiziertes Depot. Damit würde das Risiko einzelner Aktien erheblich reduziert, während das Portfolio für Privatanleger noch überschaubar bleibt. Neueinsteiger können zunächst mit einer Mindestzahl von acht oder zehn Aktien starten, bei der Zusammenstellung des Depots ist aber auf eine gute Diversifizierung zu achten. Das bedeutet:
• Weltweit streuen: Investieren Sie nicht nur in ein Land oder eine Region. Durch Investitionen in verschiedene Länder und Märkte (z.B. USA, Europa, Schwellenländer) machen Sie sich unabhängig von der Konjunktur einer einzelnen Region.
• Branchenverteilung: Investieren Sie in unterschiedliche Wirtschaftszweige, etwa in Technologie, Konsum, Gesundheit oder Infrastruktur. Dadurch werden branchenspezifische Risiken besser abgefedert.
• Ausgewogen gewichten: Vermeiden Sie es, große Summen auf einzelne Favoriten zu setzen. Stürzen diese ab, ist der Verlust immens. Als Faustregel gilt, keine Einzelaktie mit mehr als 5 bis 10 Prozent des gesamten Portfolios zu gewichten.
• Alternativen prüfen: Wem Risiken und Aufwand mit einem reinen Aktiendepot zu hoch sind, der kann auf breit gestreute Aktien- oder Indexfonds zurückgreifen.
Weitere Vorteile durch gute Diversifikation
Eine breite Diversifikation senkt nicht nur das Anlagerisiko. Sie trägt auch zur Stabilität des Portfolios bei. Wenn Sie in eine größere Anzahl von Anlagen investieren, können die Gewinne einiger Anlagen helfen, mögliche Verluste anderer Anlagen auszugleichen. So werden kurzfristige Schwankungen aufgefangen und langfristig eine stabile Rendite erzielt. Durch eine wirksame Diversifikation lässt sich auch die Flexibilität des Portfolios erhöhen. Die Investition in verschiedene Anlageklassen ermöglicht es, das Portfolio zügig an sich ändernde Marktbedingungen anzupassen.