Bargeld, Girocard oder Smartphone – es gibt viele Wege seinen Einkauf an der Kasse zu begleichen. Stark auf dem Vormarsch ist das Bezahlen mit elektronischen Hilfsmitteln wie Handys oder Smartwatches. Doch ist das auch sicher?
Beim Bezahlen mit dem Smartphone werden die zuvor hinterlegten Kreditkarten-Daten genutzt. Die Verbraucherzentralen stufen diesen Bezahlvorgang als „vergleichsweise sichere Technologie“ ein, da das Smartphone durch die kontaktlose Kommunikation im Nahfeldbereich „weitgehend geschützt“ ist. Die Daten, die vom Mobiltelefon zum Datenterminal an der Supermarktkasse gesendet werden, sind nämlich keine 1:1-Übertragung der Bankdaten, wie etwa der Kreditkartennummer, sondern bloß eine verschlüsselte Kopie, die einmalig für den jeweiligen Bezahlvorgang genutzt wird. Die nicht verschlüsselten Daten der zum Bezahlen genutzten Kreditkarte können dagegen mithilfe eines manipulierten Lesegerätes leichter ausspioniert werden.
Fingerabdruck oder Gesichtsscan?
Um einen Bezahlvorgang freizuschalten, nutzen die meisten elektronischen Hilfsmittel sogenannte biometrische Verfahren. Dabei autorisiert man seine Zahlung per Smartphone oder Wearable über ein einzigartiges Körpermerkmal wie den Fingerabdruck oder einen Gesichtsscan. Das ist bequem, weil man keine PIN oder Passwort eintippen muss und die Verfahren technisch gut abgesichert sind. Damit beim Bezahlen alles glatt läuft, gibt es dennoch einiges zu beachten.
Regeln zum sicheren Einsatz von Biometrie
Beim Einsatz von biometrischen Merkmalen auf Smartphone und Tablet rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unter anderem zur Beachtung der folgenden Regeln:
• Nutzen Sie neben der Biometrie immer einen zweiten Faktor zur Authentifizierung. Erledigen Sie Bankgeschäfte oder Einkäufe mit dem Tablet oder dem Smartphone, dann erhöht ein zusätzlicher Faktor (z. B. eine PIN-Nummer oder ein Einmalkennwort) die Sicherheit der Transaktion.
• Nutzen Sie kurze Zeitintervalle, um Ihr Gerät zu sperren. Ihr Mobilgerät fragt in regelmäßigen Zeitabständen erneut nach zum Beispiel PIN, Passwort oder biometrischem Merkmal, um etwa das Display zu entsperren. Stellen Sie diese Zeitspanne so kurz wie möglich ein, wenn Ihr Smartphone diese Möglichkeit bietet. Damit wird ein Fremdzugriff auf Ihr entsperrtes Gerät deutlich erschwert.
• Hinterlegen Sie auf Ihrem Gerät nur biometrische Merkmale einer Person. Denn jede Speicherung von Daten weiterer Personen erhöht das Risiko, dass diese gestohlen werden oder in falsche Hände geraten und somit Unbefugte Zugriff erlangen. Zusätzlich erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Angreifer durch diese Daten Zugriff auf die Anwendung oder das gesamte System erlangen kann.
• Nutzen Sie unterschiedliche Authentifizierungsmethoden. Wenn möglich, sollten Sie zum Beispiel für die Geräteentsperrung und für sensible Apps unterschiedliche Authentifizierungsverfahren nutzen, etwa eine PIN für das Gerät und eine biometrische Freigabe für die App. Welche Verfahren dafür zur Verfügung stehen, hängt vom jeweiligen Gerät ab.