Tagesgeld - Definition
Was ist ein Tagesgeldkonto?
Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Sparkonto ohne feste Laufzeit. Das Guthaben bleibt jederzeit verfügbar und kann bei Bedarf auf ein hinterlegtes Referenzkonto überwiesen werden.
Im Unterschied zu einem Festgeldkonto wird das Geld nicht für einen festgelegten Zeitraum angelegt. Dadurch besteht jederzeit Zugriff auf das Guthaben. Gleichzeitig kann sich der Zinssatz während der Kontoführung ändern.
Viele Sparer nutzen ein Tagesgeldkonto, um Rücklagen für unerwartete Ausgaben oder geplante Anschaffungen aufzubauen. Auch kurzfristig nicht benötigtes Geld kann auf einem Tagesgeldkonto angelegt werden.
Wie funktioniert ein Tagesgeldkonto?
Ein Tagesgeldkonto wird in der Regel mit einem Referenzkonto verbunden. Dabei handelt es sich meist um ein Girokonto.
Einzahlungen erfolgen per Überweisung vom Referenzkonto auf das Tagesgeldkonto. Auszahlungen sind nur auf das hinterlegte Referenzkonto möglich.
Das Guthaben wird entsprechend den jeweils gültigen Konditionen verzinst. Da keine feste Laufzeit vereinbart wird, kann sich der Zinssatz während der Kontoführung ändern.
Ein Tagesgeldkonto dient der Geldanlage. Für den täglichen Zahlungsverkehr ist es in der Regel nicht vorgesehen. Überweisungen an Dritte, Lastschriften oder Kartenzahlungen sind normalerweise nicht möglich.
Übersicht: So funktioniert ein Tagesgeldkonto
1. Geld wird vom Referenzkonto auf das Tagesgeldkonto überwiesen.
2. Das Guthaben wird entsprechend der geltenden Konditionen verzinst.
3. Das Guthaben bleibt jederzeit verfügbar.
4. Auszahlungen erfolgen auf das hinterlegte Referenzkonto.
Was bringt ein Tagesgeldkonto?
Ein Tagesgeldkonto kombiniert Verzinsung mit hoher Flexibilität. Das unterscheidet es von Anlageformen, bei denen das Geld für einen bestimmten Zeitraum fest gebunden ist.
Da das Guthaben jederzeit verfügbar bleibt, eignet sich Tagesgeld vor allem für Notfallrücklagen, geplante Ausgaben oder kurzfristig nicht benötigtes Kapital.
Zugleich wird das Guthaben verzinst. Wie hoch der Zinsertrag ausfällt, hängt vom Zinssatz, der Höhe des Guthabens und der Dauer der Anlage ab.
Ein Tagesgeldkonto kann daher sinnvoll sein, wenn Geld sicher und flexibel zurückgelegt werden soll.
Wie eröffne ich ein Tagesgeldkonto?
Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos erfolgt heute überwiegend online.
Nach Eingabe der persönlichen Daten wird die Identität überprüft. Je nach Bank kommen dafür unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, zum Beispiel VideoIdent, AutoIdent oder PostIdent.
Anschließend wird das Tagesgeldkonto eröffnet und mit einem Referenzkonto verknüpft. Nach der Freischaltung können Einzahlungen vorgenommen werden.
Wie oft werden Zinsen beim Tagesgeld ausgezahlt?
Die Häufigkeit der Zinsgutschrift richtet sich nach den Konditionen der jeweiligen Bank.
Je nach Anbieter erfolgt die Gutschrift monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Die jeweils geltenden Regelungen sind in den Produktbedingungen festgelegt.
Eine häufigere Zinsgutschrift kann sich auf den Zinseszinseffekt auswirken. Dabei werden bereits gutgeschriebene Zinsen erneut verzinst.
Die wichtigsten Fragen zum Tagesgeld
Tagesgeld zählt grundsätzlich zu den risikoarmen Sparformen. Guthaben bei Banken sind im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung geschützt. Innerhalb der Europäischen Union sind Einlagen in der Regel bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich abgesichert.
Ja. Das Guthaben eines Tagesgeldkontos kann grundsätzlich jederzeit auf das hinterlegte Referenzkonto überwiesen werden. Eine feste Laufzeit oder Kündigungsfrist besteht in der Regel nicht.
Die Höhe der Verzinsung richtet sich nach den Konditionen der jeweiligen Bank und dem aktuellen Zinsumfeld. Da keine feste Laufzeit vereinbart wird, können sich die Zinssätze während der Kontoführung ändern.
Ja. Für Ein- und Auszahlungen ist in der Regel ein Referenzkonto erforderlich. Dabei handelt es sich meist um ein Girokonto, das bei der Kontoeröffnung hinterlegt wird.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Verfügbarkeit des Guthabens. Bei einem Tagesgeldkonto bleibt das Geld jederzeit verfügbar. Bei einem Festgeldkonto wird der Anlagebetrag für eine vorher vereinbarte Laufzeit angelegt. Während dieser Zeit ist das Guthaben grundsätzlich nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Dafür sind in der Regel die ZInsen höher.
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