Festgeld - Definition
Was ist Festgeld?
Festgeld oder ein Festgeldkonto ist ein Konto, auf dem Geld für einen bestimmten Zeitraum angelegt wird. Dieser Zeitraum kann vorher festgelegt werden und es gibt kaum eine Möglichkeit, das Geld vor Ende der Laufzeit abzuheben. Umso länger die Laufzeit, umso höher fallen meist die Zinsen aus. Die Laufzeiten variieren meistens von 3 Monaten bis zu 10 Jahren. Am Ende dieser Laufzeit wird das Geld mit den zuvor vereinbarten Zinsen zurückgezahlt. Das Festgeld ist außerdem in allen Ländern der EU durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.
Unterschiede von Festgeld- und Tagesgeld?
Tagesgeld und Festgeld sind beides Produkte, die von Banken verzinst werden. Die Unterschiede liegen hier vor allem bei der Verfügbarkeit, Laufzeit und Zinshöhe. Wie der Name schon andeutet, ist das Tagesgeld täglich verfügbar und dabei auch unbefristet von einer Laufzeit. Festgeld dagegen ist für eine bestimmte Laufzeit festgelegt, bei der in der Regel auch keine Auszahlung möglich ist.
Weil Festgeld für eine längere Zeit angelegt wird, kann die Bank damit arbeiten. Beim Tagesgeld muss das Geld täglich verfügbar sein, deshalb sind die Zinsen bei Festgeld auch höher als beim Tagesgeld.
Wann ist ein Festgeld sinnvoll?
Ein Festgeld ist dann sinnvoll, wenn man Ersparnisse hat, die für eine absehbare Zeit nicht benötigt werden. Vor allem, wenn nach einer bestimmten Zeit eine größere Anschaffung geplant ist oder eine Kapitalanlage für den Wohnungs- oder Hauskauf. Das angelegte Geld vergrößert sich mit wenig Risiko in Höhe der vorher vereinbarten Zinsen.
Damit ist ein Festgeld eine Investition, die für Anleger risikoarm ist.
Personen, die hingegen noch Schulden haben oder Kredite haben, denen ist meist geraten, zunächst ihre Schulden zurückzuzahlen. Meistens sind die Raten der Kredite höher als die Erträge, die man mithilfe eines Festgeld erreicht. Daher empfiehlt es sich meistens, erst alle Kredite und Schulden ab- oder zurückzuzahlen.
Wie sicher ist eine Festgeldanlage?
Festgeld ist eine relativ sichere Möglichkeit, um Geld anzulegen. Sie gehört zu den risikoärmeren Arten der Geldanlage. Falls eine Bank mit Ihrem Festgeld in Zahlungsschwierigkeiten gerät, greift oft noch die Einlagensicherung. Diese ist meist abhängig von der Länderzugehörigkeit des Geldinstituts. Alle Mitgliedstaaten der EU sind mit einer Obergrenze von 100.000 Euro je Bank je Kunde im Falle einer Bankeninsolvenz vor Verlust geschützt. Das heißt, Ihr Festgeld ist auch, wenn die Bank zahlungsunfähig ist, bis zu einem Betrag von 100.000 Euro geschützt.
Kann ein Festgeld vorzeitig beendet werden?
Nein, in der Regel kann Festgeld nicht vorzeitig gekündigt werden.
Sollte aber ein wichtiger Grund bestehen, liegt es im Ermessen der Bank, eine Ausnahme zu machen. In den letzten Jahren wurde Arbeitslosigkeit, der Todesfall des Kontoinhabers oder Kauf von Eigentum als wichtige Gründe angesehen.
Bei einer Kündigung des Festgelds erhält man im Normalfall keine Zinserträge. Es kann ebenfalls sein, dass bereits erhaltene Zinsen wieder zurückgezahlt werden müssen. Diese Regelungen sind von Bank zu Bank unterschiedlich. Man muss aber bei einer vorzeitigen Kündigung mit Einbußen rechnen.
Festgeld-Rendite berechnen
Die Rendite eines Festgelds lässt sich anhand der Einlage des Festgelds, der Verzinsung berechnen. Hier können Sie schauen, wie hoch Ihre Rendite bei einem Nexent Bank Festgeldkonto wäre.
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