Haushaltsausgaben in Deutschland
Wofür geben wir unser Geld aus?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Wohnen ist der größte Ausgabenposten der Haushalte in Deutschland. Miete, Energie und Instandhaltung beanspruchen einen erheblichen Teil der monatlichen Haushaltsausgaben.
- Lebensmittel und Getränke gehören ebenfalls zu den wichtigsten Kostenpunkten. Zusammen mit dem Wohnen entfällt auf beide Bereiche mehr als die Hälfte der durchschnittlichen Haushaltsausgaben in Deutschland.
- Verkehr, Freizeit und Gastronomie machen einen weiteren bedeutenden Teil der Ausgaben aus. Wie viel Geld dafür übrig bleibt, hängt unter anderem von Einkommen, Haushaltsgröße und Lebenssituation ab.
- Die Lebenshaltungskosten unterscheiden sich deutlich zwischen Haushalten. Ein Single hat andere Ausgaben als eine Familie mit Kindern, und auch die Wohnsituation beeinflusst das monatliche Budget.
Wofür geben die Menschen in Deutschland ihr Geld aus?
Wohnen, Lebensmittel und Mobilität sind die höchsten Posten der regelmäßigen Haushaltsausgaben in Deutschland. Wie viel Geld Menschen tatsächlich ausgeben können bestimmen primär Einkommen, Vermögen und Lebensstil. Hinzu kommen demografische Faktoren wie die Haushaltsgröße und die jeweilige Lebensphase.
Eine alleinlebende Person wird in einer kleineren Wohnung eine andere Kostenstruktur haben als eine vierköpfige Familie. Auch eine Person, die täglich mit dem Auto pendelt, dürfte das Haushaltsbudget anders verteilen als jemand, der zu Fuß ins Büro gehen kann. Und sollte sie darüber hinaus das Kochen mit Luxusprodukten zum Hobby erklärt haben, kann sie bei ihren Ausgaben offensichtlich auf andere Prioritäten setzen als eine Person, die bewusst auf solche Extras verzichtet.
Trotz aller individuellen Unterschiede: Um einordnen zu können, wie wir unser Haushaltsbudget generell verteilen, kann ein Vergleich mit Durchschnittswerten aufschlussreich sein.
Warum ist ein Überblick über die Haushaltsausgaben sinnvoll?
Das Statistische Bundesamt untersucht alle fünf Jahre die Lebens- und Konsumgewohnheiten privater Haushalte in Deutschland – zuletzt im Rahmen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023. In den Zwischenjahren stellen die laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) die entsprechenden Daten bereit.
Die erhobenen Daten bilden die Entscheidungsbasis für sozialpolitische Maßnahmen und die Bemessung monetärer Transferleistungen, darunter die Grundsicherung für Arbeitsuchende sowie das Kindergeld.
Darüber hinaus spielen die Erhebungen eine wichtige Rolle bei der Messung der Inflation. Aus den Ausgabenmustern der Haushalte wird abgeleitet, wie stark einzelne Konsumbereiche im sogenannten Warenkorb gewichtet werden, auf dessen Basis die Preisentwicklung in Deutschland berechnet wird.
Insgesamt betrachtet konsumieren wir in Deutschland viel und gerne. So haben sich die Ausgaben aller Privathaushalte innerhalb der letzten 30 Jahre mehr als verdoppelt - auf rund 2.326,1 Milliarden Euro (Stand 2025, Umweltbundesamt). Je Haushalt und Monat liegen die Konsumausgaben durchschnittlich bei 3032 Euro.
Was sind die größten Ausgabenposten der Haushalte in Deutschland insgesamt? *
| Ausgabenkategorie | Durchschnitt pro Monat | Anteil an den Konsumausgaben |
| Wohnen, Energie und Instandhaltung | 1.137 € | 37,5 % |
| Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren | 436 € | 14,4 % |
| Verkehr | 361 € | 11,9 % |
| Freizeit, Sport und Kultur | 260 € | 8,6 % |
| Gastronomie und Beherbergung | 206 € | 6,8 % |
| Innenausstattung und Haushaltsgeräte | 137 € | 4,5 % |
| Information und Kommunikation | 142 € | 4,7 % |
| Bekleidung und Schuhe | 111 € | 3,7 % |
| Gesundheit | 98 € | 3,2 % |
*Statistisches Bundesamt (Destatis), Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023. Die Werte sind gerundet.
Das in der Tabelle dargestellte private Konsumverhalten umfasst nicht sämtliche Ausgaben eines Haushalts. Sparbeträge fallen nicht unter die Kategorie der Konsumausgaben. Die Statistik erfasst lediglich die Konsumausgaben der privaten Haushalte. Sie erlaubt daher keine vollständige Aussage über die Verwendung des Gesamteinkommens, da Posten wie Ersparnisse oder direkte Steuern unberücksichtigt bleiben.

1. Wohnen: Der größte Posten im Haushaltsbudget
2023 wenden Haushalte in Deutschland durchschnittlich 1.137 Euro pro Monat für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung auf. Das entspricht 37,5 Prozent ihrer gesamten Haushaltsausgaben.
Die Kategorie Wohnen bildet damit also nicht nur einen zentralen Bestandteil der monatlichen Lebenshaltungskosten, sondern prägt auch die übrige Ausgabenstruktur maßgeblich. Denn wer für Wohnen mehr ausgeben muss, spart zwangsläufig an anderer Stelle.
Wie stark die Wohnkosten das Budget beeinflussen, zeigt sich unter anderem auch bei regionalen Unterschieden. In gefragten Städten können Mieten einen erheblichen Teil des Einkommens beanspruchen. In anderen, ländlichen Regionen fallen vergleichbare Wohnungen günstiger aus. Dafür können dort längere Wege und damit höhere Mobilitätskosten eine Rolle spielen.
2. Lebensmittel und täglicher Bedarf: Was der Alltag kostet
Laut EVS 2023 gaben private Haushalte in Deutschland durchschnittlich 436 Euro pro Monat für Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren aus. Das entsprach 14,4 Prozent der Haushaltsausgaben.
Die tatsächlichen Ausgaben unterscheiden sich auch hier, wie beim Wohnen, deutlich. Wer allein lebt, kauft meist kleinere Mengen als eine Familie mit mehreren Kindern. Gleichzeitig lassen sich bestimmte Kosten nicht einfach durch die Zahl der Personen teilen: Manche Produkte reichen länger, andere werden unabhängig von der Haushaltsgröße benötigt.
Auch persönliche Gewohnheiten beeinflussen den Kassenbon. Frische Zutaten, Fertiggerichte, besondere Ernährungsweisen oder häufige Einkäufe im Supermarkt führen zu unterschiedlichen Ausgaben. Dazu kommen Preisunterschiede zwischen Produkten, Geschäften und Regionen.
Diese sind besonders spürbar, wenn viele Produkte regelmäßig im Einkaufswagen landen. Ein kleiner Preisunterschied bei einem einzelnen Artikel mag kaum auffallen. Wenn aber zahlreiche Produkte teurer werden, wird sich das über mehrere Einkäufe hinweg bemerkbar machen.
Lebensmittel machen somit einen erheblichen Teil der Haushaltsbudgets in Deutschland aus. Das zeigt auch, wie stark unser Konsum mit dem Alltag verwoben ist: Viele Einkäufe werden schlicht aus Notwendigkeit getätigt und dienen nicht dazu, sich etwas Besonderes zu gönnen.
3. Mobilität: Auto, öffentliche Verkehrsmittel und andere Wege
Auch Mobilität gehört für viele Menschen zum Alltag. Im Jahr 2023 beliefen sich die durchschnittlichen Ausgaben für Verkehr auf 361 Euro pro Haushalt und Monat. Das entsprach 11,9 Prozent der gesamten Haushaltsausgaben.
Dieser Wert dürfte insbesondere durch die Liebe der Deutschen zum Auto zustande kommen: Rund 49,5 Millionen Pkw sind hierzulande zugelassen. Umgerechnet kommen damit rund 593 Pkw auf 1.000 Einwohner (Stand 1. Januar 2026).
Für die Mehrheit der pendelnden Arbeitnehmer und der Bewohner nichturbaner Regionen bildet das Auto ein nicht wegzudenkendes Fortbewegungsmittel. Der eigene Wagen ist ein Statussymbol und die Verkörperung individueller Freiheit. Selbst heute, 140 Jahre nach Entstehung des Kraftfahrzeugs, ist die Faszination dafür ungebrochen, ungeachtet der gewaltigen Benzinpreise an den Tankstellen.
Die Betriebskosten eines Kraftfahrzeugs setzen sich aber aus weit mehr als nur den laufenden Tankbelegen zusammen. Zu einer realistischen Budgetplanung gehören auch regelmäßige Ausgaben für Versicherung und Instandhaltung sowie eventuelle Finanzierungs- oder Leasinggebühren.
Wer hingegen Bus und Bahn nutzt, hat eine andere Ausgabenstruktur. Hier können beispielsweise Monatskarten, Einzeltickets oder Fahrten zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln ins Gewicht fallen. Auch Fahrrad und E-Bike verursachen Kosten, etwa für Anschaffung, Reparaturen und Zubehör. Im Vergleich zum Auto sind diese aber geringfügig.
4. Freizeit, Sport und Kultur: Geld für die schönen Dinge
Nach Wohnen, Lebensmittel und Mobilität bildet die Kategorie Freizeit, Sport und Kultur den viertgrößten Posten im Haushaltsbudget. Anders als die davor genannten Bereiche lässt sie sich jedoch weitgehend frei steuern – was sie in Krisenzeiten oft zum ersten Hebel zum Sparen macht.
Im Durchschnitt gibt ein deutscher Haushalt monatlich rund 260 Euro für Freizeit, Unterhaltung und Kultur aus. Das entspricht 8,6 Prozent aller Haushaltsausgaben, wie die Daten der EVS 2023 zeigen. Dazu zählen beispielsweise Ausgaben für kulturelle Veranstaltungen, sportliche Aktivitäten und weitere Freizeitangebote.
Hinzu kommen Gastronomie und Beherbergung. In dieser Kategorie lagen die durchschnittlichen Ausgaben bei 206 Euro pro Monat beziehungsweise 6,8 Prozent der Haushaltsausgaben.
Seit der EVZ 2023 ist dieser Ausgabeposten sogar noch gestiegen.
Haushalte geben im Schnitt knapp ein Zehntel ihrer Konsumausgaben für Freizeit, Sport und Kultur aus.

Was bedeuten höhere Ausgaben für Freizeit, Sport und Kultur?
Höhere Ausgaben und damit eine stärkere Gewichtung von Freizeit, Sport und Kultur kann auf eine wachsende Orientierung an Alltagstauglichkeit und Lebensqualität verweisen. Freizeit dient nicht mehr nur als Ausgleich zur Arbeit, sondern auch der Selbstverwirklichung und dem persönlichen Wohlbefinden. Sie steht für soziale Nähe und das Gefühl, sich selbst etwas Gutes zu tun. Lebensqualität, Erholung und eine ausgewogene Work-Life-Balance gewinnen immer deutlicher an Stellenwert, insbesondere bei den jüngeren Generationen.
Mehrkosten entstehen oft auch durch reine Teuerungsraten. Die Statistik zeigt somit nicht, ob hier eine bewusste Schwerpunktverlagerung der Haushalte vorliegt oder ob sie lediglich von der Preiswelle im Freizeitsektor erfasst wurden.
5. Kleidung, Gesundheit, Kommunikation und weitere Ausgaben
Nicht nur die großen Posten prägen das Konsumverhalten in Deutschland. Auch kleinere und mittlere Ausgaben summieren sich zu einem spürbaren Betrag.
142 Euro im Monat geben private Haushalte im Schnitt für Information und Kommunikation aus. Das entspricht 4,7 Prozent des gesamten Budgets. Neben Telefon- und Internetverträgen fallen darunter auch digitale Angebote sowie Geräte wie Smartphones und Computer.
Für Möbel, Haushaltsgeräte und andere Einrichtungsgegenstände fielen durchschnittlich 137 Euro monatlich an, 4,5 Prozent der Haushaltsausgaben. Der Durchschnitt verdeckt allerdings Ausgabenspitzen: Ein neuer Kühlschrank kann das Budget einmalig stark belasten, während im nächsten Monat kaum größere Anschaffungen anstehen.
Für Kleidung und Schuhe geben Haushalte in Deutschland 2023 im Schnitt 111 Euro im Monat aus. Das entspricht 3,7 Prozent ihrer Haushaltsausgaben.
Auf Gesundheit entfallen weitere 98 Euro monatlich – ein Anteil von 3,2 Prozent.
Wie wirken sich die Lebenshaltungskosten der Einkommensgruppen auf das Konsumverhalten aus?
Schaut man auf die Angaben nach Einkommensgruppen, wird klar, wie unterschiedlich Haushalte ihre Ausgaben verteilen.
Destatis zufolge verwenden Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 1.300 Euro im Jahr 2023 rund 64 Prozent ihrer Haushaltsausgaben auf Wohnen und Lebensmittel. Bei Haushalten mit einem Einkommen von mindestens 5.000 Euro sind es weniger als die Hälfte, nämlich 47 Prozent.
Das bedeutet, dass grundlegende Bedürfnisse bei geringerem Einkommen einen größeren Anteil des verfügbaren Konsumbudgets beanspruchen.
Stadt oder Land, jung oder alt: Wer gibt wie viel Geld aus?
Wer in einer Großstadt lebt, profitiert häufig von kurzen Wegen, einem hervorragenden öffentlichen Nahverkehr und einem breiten vielfältigen Kulturangebot. Im Gegenzug ist Wohnraum in gefragten Lagen oft teuer. Auf dem Land hingegen wohnt es sich meist deutlich günstiger – dafür sind der Arbeitsplatz, der nächste Supermarkt oder die Arztpraxis oft nur über längere Strecken zu erreichen.
Diese Unterschiede können sich auf die gesamte Ausgabenstruktur auswirken. In Städten beanspruchen Wohnkosten häufig einen großen Teil des Budgets. Auf dem Land kann dagegen das Auto stärker ins Gewicht fallen, wenn öffentliche Verkehrsmittel nur eingeschränkt verfügbar sind.
Auch das Alter und die jeweilige Lebensphase prägen die Haushaltsausgaben. Junge Erwachsene zahlen möglicherweise ihre erste eigene Miete, finanzieren eine Ausbildung oder ein Studium und geben Geld für Mobilität und Freizeit aus. Bei Familien mit Kindern kommen Ausgaben für Kleidung, Lebensmittel, Betreuung und gemeinsame Aktivitäten hinzu.
Im späteren Erwerbsleben können sich Wohnsituation und Konsumgewohnheiten erneut verändern. Manche Haushalte ziehen in eine größere Wohnung oder ein Eigenheim, andere reduzieren ihre Wohnfläche. Mit dem Ruhestand verändert sich häufig der Alltag: Berufliche Fahrtkosten können sinken, während Ausgaben für Freizeit, Reisen oder Gesundheit eine andere Bedeutung bekommen.
Singles, Paare und Familien: Welchen Unterschied macht die Haushaltsgröße?
Besonders deutlich werden Unterschiede der Ausgaben bei einem Vergleich nach Haushaltsgröße. Laut der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 gaben Einpersonenhaushalte durchschnittlich 1.918 Euro pro Monat für den privaten Konsum aus. Bei Zweipersonenhaushalten waren es 3.382 Euro, bei Vierpersonenhaushalten 4.599 Euro.
Mit jeder zusätzlichen Person steigen die Gesamtausgaben. Sie steigen jedoch nicht im gleichen Verhältnis wie die Haushaltsgröße. Denn bestimmte Kosten lassen sich gemeinsam tragen. Ein Internetanschluss oder manche Wohnkosten fallen beispielsweise nicht für jede Person einzeln an.
Bei Familien wachsen dagegen häufig die Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung und Mobilität. Alleinerziehende stehen wiederum vor einer besonderen Situation: Sie tragen viele organisatorische und finanzielle Aufgaben allein, während ihnen nur ein Einkommen zur Verfügung steht.
Wofür würden wir unser Geld ausgeben, wenn wir mehr davon zur Verfügung hätten?
Wenn am Monatsende mehr Geld übrigbliebe, stehen Genuss, Reisen, persönliche Interessen und finanzielle Sicherheit im Mittelpunkt, wie aus einer Auswertung der Stiftung für Zukunftsfragen aus dem Jahr 2025 hervorgeht.
An erster Stelle stehen Essen und Trinken: 46 Prozent der Befragten würden zusätzliches Geld dafür ausgeben. Das Interesse an kulinarischem Genuss ist damit deutlich gestiegen. 2010 waren es noch 29 Prozent. Fast ebenso beliebt sind Reisen und Urlaubserlebnisse. 45 Prozent würden ihr zusätzliches Budget dafür nutzen. Auch Hobbys gewinnen an Bedeutung. Ein Drittel der Befragten würde mehr Geld in persönliche Interessen investieren. 2010 lag dieser Anteil noch bei 20 Prozent.
Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei der finanziellen Absicherung aus. Während 2010 lediglich neun Prozent zusätzliches Geld dafür einsetzen wollten, sind es 2025 bereits 31 Prozent.
Gleichzeitig verlieren andere Ausgabenbereiche an Attraktivität. So würden lediglich noch 30 Prozent der Befragten zusätzliches Geld in Haus und Garten investieren – im Jahr 2020 waren es noch 42 Prozent. Auch die Bereitschaft, mehr für Mode und Kleidung auszugeben, ist im Vergleich zu früher deutlich gesunken.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht allein materielle Besitztümer zählen, sondern auch Lebensqualität, persönliche Erlebnisse und das Gefühl, für die Zukunft gewappnet zu sein. Mehr Geld bedeutet für viele offenbar vor allem mehr Spielraum, das eigene Leben nach den persönlichen Bedürfnissen zu gestalten.
Fazit: Jeder Haushalt hat seine eigene Ausgabenstruktur
Die Haushaltsausgaben in Deutschland konzentrieren sich vor allem auf wenige große Bereiche. Wohnen steht an erster Stelle, gefolgt von Lebensmitteln und Verkehr. Freizeit, Gastronomie, Kommunikation, Kleidung und weitere Kategorien ergänzen das Bild.
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes machen deutlich, dass durchschnittliche Haushaltsausgaben nur einen Teil der Geschichte erzählen. Haushaltsgröße, Einkommen, Wohnort und persönliche Lebensumstände beeinflussen, wie Menschen ihr Geld verwenden.
Auch die Lebenshaltungskosten lassen sich deshalb nicht mit einer einzigen Zahl für alle Haushalte beschreiben. Entscheidend ist, welche Ausgaben im jeweiligen Alltag anfallen und wie sich Preise und Bedürfnisse entwickeln.
Die Statistik bietet dafür einen hilfreichen Überblick. Sie zeigt, wofür private Haushalte Geld ausgeben – ohne zu bewerten, welche Ausgaben notwendig, überflüssig oder besonders sinnvoll sind. Denn, ob das Geld eher in eine größere Wohnung, regelmäßige Restaurantbesuche oder die nächste Reise fließt, hängt letztlich von den individuellen Lebensumständen ab.
Autorin: Joke Hergert, Oktober 2026
Die wichtigsten Fragen zu den Konsumausgaben in Deutschland
Die größten Ausgaben entfallen auf das Wohnen. Dazu zählen beispielsweise Miete, Energie und die Instandhaltung der Wohnung. Im Jahr 2023 gaben private Haushalte dafür durchschnittlich 1.137 Euro im Monat aus.
Für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren wenden Haushalte in Deutschland durchschnittlich 436 Euro im Monat auf. Damit entfallen 14,4 Prozent ihrer Konsumausgaben auf diesen Bereich. Zusammen mit den Wohnkosten machten diese Ausgaben etwas mehr als die Hälfte des privaten Konsums aus.
Mobilität ist ein wichtiger Kostenfaktor. Im Durchschnitt gaben Haushalte 361 Euro monatlich dafür aus. Dazu zählen unter anderem Ausgaben rund um das Auto sowie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Mit einem Anteil von 11,9 Prozent war Verkehr der drittgrößte Posten im Haushaltsbudget.
Ja. Je geringer das Haushaltseinkommen, desto größer ist in der Regel der Anteil, der für grundlegende Bedürfnisse benötigt wird. Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 1.300 Euro verwendeten 2023 rund 64 Prozent ihrer Konsumausgaben für Wohnen und Lebensmittel. Bei Haushalten mit mindestens 5.000 Euro Nettoeinkommen waren es weniger als 47 Prozent. Menschen mit höherem Einkommen haben damit im Verhältnis mehr finanziellen Spielraum für andere Ausgaben.
Die durchschnittlichen privaten Konsumausgaben lagen 2023 bei 3.032 Euro pro Haushalt und Monat.
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