Der Frühling steht vor der Tür und bringt zahlreiche Neuerungen mit sich. Ruheständler müssen sich auf Licht und Schatten einstellen, Steuerzahler auf Erleichterung und für Verbraucher wird manches transparenter.
Im März schlägt traditionell die Stunde der Rentner. Denn nun liegen alle Daten zur Lohnentwicklung in Deutschland vor und das Bundesarbeitsministerium kann die prozentuale Erhöhung für die nächste Rentenanpassung beschließen. Erste Schätzungen gehen von einer Erhöhung um 3,73 Prozent zum 1. Juli 2026 aus. Nicht nur Altersrenten erhalten die Erhöhung, auch Witwenrenten und Erwerbsminderungsrenten steigen.
Höherer Krankenkassenbeitrag für Rentner
Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Rentner müssen ab März mit höheren Krankenkassenbeiträgen rechnen, sofern ihre gesetzliche Krankenkasse zum Jahreswechsel den Zusatzbeitrag erhöht hat. Dadurch sinkt die Rente leicht, da die Rentenversicherung dann etwas mehr von den Bezügen einbehält.
Vorausgefüllte Steuererklärung startet
Die Steuererklärung soll einfacher werden. Dazu startet ab 31. März die sogenannte vorausgefüllte Steuererklärung. Im ersten Schritt können sich ledige, kinderlose Arbeitnehmer und Bezieher von Alterseinkünften die neue Funktion "okELSTER" freischalten lassen. Damit nutzen sie einen Service in der App "Mein ELSTER+", der die Steuererklärung erleichtern soll.
Im zweiten Schritt schaltet das Finanzamt ab dem 1. Juli für jeden Teilnehmer eine bereits vorausgefüllte Einkommensteuererklärung frei sowie eine Vorschau auf den möglichen Steuerbescheid. Dafür verwenden die Behörden alle Steuerdaten, die ihnen vorliegen. Nutzer können dem Vorschlag dann entweder mit einem Klick zustimmen oder sie tragen noch weitere Angaben nach, von denen das Finanzamt bisher nichts wusste, etwa Handwerkerleistungen, haushaltsnahe Dienstleistungen oder Werbungskosten. Laut dem federführenden bayerischen Finanzministerium könnten etwa 11,5 Millionen Menschen Gebrauch vom neuen Steuerservice machen.
Schufa öffnet Bewertungssystem
Ende März 2026 wird die Schufa ihr Bewertungssystem transparenter gestalten. Verbraucherinnen und Verbraucher können dann erstmals ihren Score einsehen und nachvollziehen, welche Faktoren ihre Bonität beeinflussen. Dafür müssen Sie sich lediglich einmal für den sogenannten Schufa-Account registrieren. Interessenten kommen dann zunächst auf eine Warteliste und werden anschließend nach und nach freigeschaltet. Die lange als „Blackbox“ kritisierte Schufa-Bonitätseinstufung wird damit verständlicher.
Amazon-Lieferungen können länger dauern
Amazon stellt ab 31. März 2026 die Praxis ein, Bestellungen aus dem nächstgelegenen Lager zu erfüllen, wenn die Ware von Drittanbietern stammt. Händler und Kunden werden die Umstellung ab diesem Datum direkt spüren, denn die Lieferungen dürften in vielen Fällen länger dauern.
Tierhaltungskennzeichnung für Schweinefleisch
Ab März 2026 muss frisches, unverarbeitetes Schweinefleisch aus deutscher Produktion mit Informationen zur Haltungsform versehen werden. Verbraucherinnen und Verbraucher können so leichter erkennen, ob die Tiere ausschließlich im Stall oder auch mit Auslauf gehalten wurden.
Zeitumstellung Ende März
Die Deutschen müssen sich auf eine Stunde weniger Schlaf einstellen, und zwar am letzten Wochenende im März. Am Sonntag, dem 29. März, werden die Uhren in der Nacht von 2 Uhr auf 3 Uhr und damit auf die Sommerzeit vorgestellt. Diese dauert dann bis zum letzten Sonntag im Oktober.