Wer mit Gas heizt, zahlt künftig weniger Gebühren. Die Bundesregierung hat das Ende der Gasspeicher-Umlage zum 1. Januar 2026 beschlossen. Mit wie viel Ersparnis dürfen Haushalte rechnen?

Die Gasspeicher-Umlage wird fällig, wenn die deutschen Gasspeicher nicht genügend Füllstand aufweisen und der Brennstoff mit staatlicher Unterstützung nachgefüllt werden muss. Die Kosten der Bundeszuschüsse werden bislang den Gaskunden in Rechnung gestellt.
Das soll sich ab Januar 2026 ändern. Dann übernimmt der Bund die anfallenden Kosten. Die Kostenbelastung dürfte nach Schätzung der Bundesregierung insgesamt jedoch sinken, denn die Gasversorger haben jetzt mehr Spielraum bei den Füllständen, da die Vorgaben, wie voll die Gasspeicher sein sollen, gelockert wurden.
Wie viel Ersparnis ist drin?
Wie viel ein Haushalt durch den Wegfall der Speicherumlage sparen kann, hängt ganz entscheidend vom eigenen Gasverbrauch ab. Zwei einfache Rechenbeispiele verdeutlichen das Sparpotenzial:
Beispiel 1: Eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind verbraucht im Jahr etwa 8.000 Kilowattstunden (kWh) Gas. Die Gasspeicher-Umlage belastet die Gasrechnung bislang mit 0,344 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde. Der Wegfall der Umlage brächte also eine Jahresersparnis von 27,54 Euro (8.000 x 0,344 = 27,52 €).
Beispiel 2: Ein Ehepaar mit 2 Kindern wohnt in einem Einfamilienhaus und verbraucht jährlich 20.000 kWh Gas. Die Ersparnis würde in diesem Fall 68,80 Euro p.a. betragen.
CO2-Preis steigt weiter
Die mögliche Ersparnis ist zunächst positiv, allerdings winkt bereits der nächste Wehrmutstropfen. Denn Haushalte, die mit Gas heizen, müssen im kommenden Jahr mit einem höheren CO2-Preis rechnen. Aktuell beträgt die CO2-Steuer 55 Euro je Tonne ausgestoßenem CO2. Ab 2026 soll der Preis in einem Korridor zwischen 55 bis 65 Euro je Tonne schwanken. Diese Mehrkosten dürften durch den Wegfall der Gasspeicher-Umlage aber immerhin ausgeglichen werden.